Jusos Potsdam
Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:
Wachstum langfristig und intelligent steuern – Aktualisiertes Modell zur integrativen Stadtentwicklung
Wir fordern die Stadt Potsdam auf, ein aktualisiertes Modell zur integrativen Stadtentwicklung zu entwickeln und zu implementieren, um die langfristige Entwicklung der Stadt steuernd begleiten zu können. Ziel soll dabei insbesondere sein, zu gewährleisten, dass die Entwicklung von Wohngebieten, sozialer Infrastruktur und ÖPNV einander ergänzt und aufeinander abgestimmt ist – etwa durch zielgerichteten Aufbau neuer und Weiterentwicklung bestehender Stadtteile. Hierbei kann auch die Zusammenarbeit mit den Potsdamer Hochschulen, besonders mit dem „Institut für Angewandte Forschung – Urbane Zukunft“ der FH Potsdam und/oder dem „Kommunalwissenschaftliches Institut“ der Universität Potsdam, gesucht werden.
Begründung:In unserer wachsenden Stadt beobachten wir das Phänomen, dass in raschem Tempo neue Wohngebiete entstehend, die jedoch nur mangelhaft an soziale Infrastruktur wie etwa Schulen, Ärzte und Einkaufsmöglichkeiten sowie den ÖPNV angebunden sind. Unser Ziel muss es aber sein, das Wachstum Potsdams intelligent zu steuern und dabei wachsende wie auch neue Stadtteile zielgerichtet zu entwickeln. Letztendlich müssen alle Stadtteile so miteinander verbunden sein, dass sie sich zu einer in sich funktionierenden Stadt ergänzen. Dabei können die einzelnen Infrastrukturen und Stadtteile nicht getrennt, sondern müssen zusammen betrachtet werden.
Das letzte Mal, dass das Thema „Integrierte Stadtentwicklung“ für Potsdam öffentlichkeitswahrnehmbar aufgegriffen wurde, war in den Jahren 2007/2008 mit dem „Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK)“. Inzwischen werden neue Herausforderungen sichtbar, auf die wir aktuelle Antworten brauchen. Diese sollten im Bereich (räumlicher) Stadtentwicklung fokussierter und konkreter angelegt sein als es etwa die Zielformulierungen im Leitbild der Stadt Potsdam sind, um steuerungswirksam werden zu können. Dabei bietet es sich an, dass in unserer Stadt wissenschaftliche Expertise für genau diesen Bereich vorhanden ist. Gerade die FH Potsdam entwickelt hier mit dem neuen Forschungsprojekt „Partizipative System-Modellierung als Tool für integrierte Stadtentwicklung“ sowie dem neuen Master-Studiengang „Urbane Zukunft“ einen entsprechenden Schwerpunkt.
Empfehlung der Antragskommission: Annahme


