Der Schlüssel zu Aufstieg und Wandel: Bildung

AntragstellerInnen:

Unterbezirksvorstand

Der Unterbezirksparteitag möge beschließen:

Der Schlüssel zu Aufstieg und Wandel: Bildung

 

Potsdam wächst. Die SPD Potsdam setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, dass die Bildungsangebote in Potsdam mitwachsen. Bildung ermöglicht jedem einzelnen Menschen, sich ein Leben lang zu verändern, der Gesellschaft sich zu entwickeln und der Wirtschaft zu wachsen. Bildung bedeutet Fortschritt, Aufstieg, Integration.

Unsere Bildungspolitik zielt auf beste Bedingungen und große Vielfalt in Kitas, Schulen, Berufsschulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen. Wir wollen einen bildungspolitischen Neuanfang mit einer nationalen Bildungsallianz als einer gesamtgesellschaftlichen Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen.

Unser Ziel ist die Beitragsfreiheit von Bildung – von der Krippe bis zur Hochschule. Schritte zur weiteren Beitragsfreiheit bedürfen einer Klärung der Finanzierung zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Wir fordern dazu innerhalb der nächsten zwei Jahre verbindliche Vereinbarungen zwischen den politischen Ebenen. Durch die Verbesserung der Qualität von Betreuung und Lehre sowie die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Bildungsinfrastruktur wollen wir beste Bedingungen für das Lehren und Lernen.

Unsere kommunalpolitischen Ziele sind:

  1. der bedarfsgerechte Ausbau der Kita- und Schullandschaft im Einklang mit dem Wachstum der Stadt. Hierbei müssen moderne Lernbedingungen geschaffen und wohnortnah errichtet werden. Wo neue Wohnungen bezogen werden, müssen Kita- Hort- und Schulplätze von Anfang an zur Verfügung stehen.
  2. dass ab 2018 ein zentrales  Onlineportal die Kita-Platzanmeldung in der Landeshauptstadt Potsdam erleichtert.
  3. die Kita-Qualität mit den im Haushalt zusätzlich beschlossenen Mitteln in Höhe von jährlich 2,5 Millionen Euro  zu verbessern.
  4. die Schulsozialarbeit auf alle öffentlichen Schulen auszuweiten und die Angebote der Jugendhilfe stärker mit den Schulen zu vernetzen.
  5. unsere Schulen für das digitale Zeitalter auszustatten.
  6. dass Potsdam für die Errichtung von Schulen und Kitas ausreichend Flächen vorhält und ggf. Flächen ankauft.

Von der Landespolitik fordern wir:

  1. weitere Qualitätsverbesserung in den Kitas, durch gut ausgebildetes und mehr Personal.
  2. den flächendeckenden Ausbau der Schulsozialarbeit an allen Schulen, so dass  alle Schüler und Schülerinnen, alle Eltern und alle Lehrkräfte erreicht werden. Gerade mit Hinblick auf die besonderen Integrationserfordernisse sind die psychologischen und sozialpädagogischen Hilfen und Leistungen einer systematischen und unterstützenden Schulsozialarbeit unverzichtbar.
  3. die Potenziale der Berufsschulen für die Integration durch Bildung und im Vorfeld einer Beruflichen Ausbildung (BA) stärker zu nutzen. So kann schrittweise der Übergang in eine reguläre duale Berufsausbildung besser gelingen. Die Berufsschulen sind für diese Brückenfunktion besser auszustatten.
  4. die Bildungswege so zu gestalten, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, einen berufsqualifizierenden Abschluss zu machen.
  5. Hochschulen beim Ausbau von Sprachförder- und anderen Weiterbildungsangeboten zu unterstützen, weil Studienkollegs quantitativ nicht ausreichend sind.
  6. eine Digitalisierungsoffensive für die Schulen und begleitende Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu starten.

Wir fordern von der Bundespolitik:

  1. eine Qualitätsoffensive für die frühkindliche Bildung, hierzu gehört die beitragsfreie Kita genauso wie mehr Sprachangebote und die Möglichkeit des Bundes nicht nur in Kitaplätze zu investieren, sondern auch die Länder bei den Personalkosten zu unterstützen. Hierzu ist das Kooperationsverbot im Grundgesetz aufzuheben, um eine Mitfinanzierung des Bundes auch in den Bereichen Kita und Schule zu ermöglichen.
  2. ein weiteres Programm zum Ausbau von Ganztagsschulen.
  3. dass das Schüler-Bafög wieder bundesweit eingeführt wird. Die in Brandenburg geschaffene Landesregelung ist hier Vorbild.
  4. eine deutliche Aufstockung der Alphabetisierungs-Initiative von Bund und Ländern, um den rund 7,5 Millionen in Deutschland lebenden funktionalen Analphabeten und Analphabetinnen eine Bildungsperspektive zu eröffnen.
  5. die Öffnung der Integrationskurse für alle Asylbewerber und Asylbewerberinnen.

Empfehlung der Antragskommission: Annahme

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